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Eine Farbpalette für jede Altersgruppe

Moritz Helbach, Marktmanager Bildung & Sport, Gesundheitswesen Tarkett

Der Einsatz von Farbe im Rhein-Maas Zentrum wurde bewusst umgesetzt. Die Flächenaufteilungen sind kein Zufall, sie verstärken die Räumlichkeit und unterstützen die Anordnung der Möbel (siehe: Das Innere des Rhein-Maas Zentrums).

Der Einsatz von Farbe im Rhein-Maas Zentrum wurde bewusst umgesetzt. Die Flächenaufteilungen sind kein Zufall, sie verstärken die Räumlichkeit und unterstützen die Anordnung der Möbel (siehe: Das Innere des Rhein-Maas Zentrums).

  • ©Tarkett
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©Tarkett

Die Farbauswahl basiert auf der Recherche ‚Farbstudie Bildungswesen. Einfluss von Farbe und Materialien in Lernumgebungen‘. Wie wirkt sich die farbliche Raumgestaltung auf das Lernverhalten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus? In einer über die Gesamtdauer von drei Jahren laufenden Studie hat Tarkett genau dies untersuchen lassen. An der Studie waren 45 internationale Experten und 40 Kinder, Jugendliche und Studierende beteiligt, die in Interviews zu persönlichen Emotionen, Gefühlen und Wesenszuständen im Bezug zur farblichen Gestaltung ihrer Umgebung befragt wurden. Zusätzlich bezog Tarkett Ergebnisse von Untersuchungen zum Wohlbefinden von Menschen in ihrer Lebenswelt ein. Auf Basis der Resultate und dem Mitwirken zahlreicher Experten aus den Bereichen Innenraumgestaltung, Farbwirkung und Psychologie hat Tarkett vier Farbkompositionen kreiert, die in Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Universitäten das Lernen begünstigen und auf das Leistungsspektrum von Vorschulkindern, Schülern und Studierenden positiv einwirken.

Grundsätzlich beeinflusst Farbe auf vielfältige Weise. Helle Töne wirken immens auf Gefühlswelt und Wohlbefinden, warme Farben begünstigen das Leistungsspektrum. Tarkett fand im Rahmen der Farbstudie heraus, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf Farben, die sie mögen, positiv reagieren. Farben und Licht beeinflussen nicht nur das Lernen – dies verbessert sich in entsprechend gestalteten Umgebungen um 55 bis 78 Prozent – sondern auch Stimmung, Wohlbefinden und das Verhalten insgesamt.

Gesättigte und helle Farben wirken positiv
Beliebt sind vor allem gesättigte, intensive Farben. Grundsätzlich gilt: Lebendige Farben regen an, helle Farben helfen beim Lernen besser als einschläferndes Grau in Grau. Zusätzlich wirkt sich natürliches Licht förderlich auf Konzentration und Aufmerksamkeit aus. Deshalb sind Wände und Böden mit hohem Lichtreflexionsfaktor beim Schaffen einer konstruktiven Umgebungsgestaltung wichtig, dort wo Aktivität stattfindet. Lernende profitieren von hellen Farben, da diese die Gedächtnisleistung fördern. Orange aktiviert Gedanken und Konzentration. Rot mobilisiert Emotionen und hilft bei Kommunikation und Gedankenaustausch. Die Nähe zur Natur, Stärke, Frieden und Stille symbolisieren Blau- und Grüntöne. Gelbe und grüne Kolorierungen unterstützen Erneuerung und Frische. Damit empfehlen sich solche Nuancen für Ruhe- und Pausenräume, wo Regeneration und Entspannung und nicht Aktivität und Arbeit im Mittelpunkt stehen.

Stärker als die Farbe selbst ist es die Eigenschaft des Farbtons (Sättigung, Leuchtstärke), die sich auf die Präferenzen, Emotionen und Verhaltensmuster auswirkt.

  • – Prof. Oberfeld-Twistel, Fakultät für Experimentelle Psychologie
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Vier Farbkompositionen
Auf Basis der Studienresultate hat Tarkett vier Farbkompositionen entwickelt. Sie sollen Bildungseinrichtungen bei der Gestaltung einer gesunden und konstruktiven Lernatmosphäre helfen. Die grau-braunen und erdigen Töne von Pure & Natural vermitteln Frieden und Sicherheit, womit sie stress- und angstmindernd wirken. Für Erneuerung und Frische stehen die Grün- und Gelbtöne der Emotion Fresh & Optimistic, welche die Gesundheit stärkt, beruhigt und eine positive Lebenseinstellung begünstigt. Damit werden Konzentration und Lernverhalten gefördert. Cool & Calming steht mit seinen Blau- und Violettkompositionen für erfrischende Ruhe und Erholung, während Warm & Inviting Lebensfreude und Dynamik verkörpert. Dessen rote und orangefarbenen Akzente steigern Kreativität und Stärke, wirken leistungsfördernd und begünstigen somit die Lernfähigkeit.

Farbkompositionen für Bildungseinrichtungen
Unsere Leistung hängt am meisten von den Farben ab, die wir am liebsten mögen. Junge Kinder mögen helle und gesättigte (intensive) Farben, während Heranwachsende ein wenig dunklere oder weichere Farben bevorzugen. Farben haben eine erhebliche Wirkung auf unser Gedächtnis und steigern unsere Lernfähigkeit enorm. Diese Beobachtung hinsichtlich der Farben sollte jedoch relativiert werden. Auch wenn uns eine Farbe für einen Gegenstand oder ein Kleidungsstück passend erscheint, trifft dies auf einen Raum, eine Wand oder einen Fußboden nicht unbedingt auch zu.

Die Farbe dem Alter anpassen
Die Farben, die das Leistungsvermogen am stärksten beeinflussen, sind diejenigen, die den Menschen am besten gefallen. Die Farbwahl für die Inneneinrichtung von Schulen und Universitäten sollte sich am Alter der Schüler orientieren, die sie nutzen, da die Reaktion auf Farben je nach Altersgruppe unterschiedlich ist. Die Farbwahl sollte daher die wichtigsten Altersgruppen der Lernenden berücksichtigen, die den Raum nutzen.

Usere Empfehlung

  • Von 0 bis 6 Jahren kann Farbe als visueller oder emotionaler Reiz oder als Signal wirken. Grundfarben und Hell-Dunkel-Kontraste unterstützen die motorische und sensorische Entwicklung und ermutigen Kinder, ihre Umgebung zu erkunden. Die Farbwahrnehmung ändert sich mit dem Alter.

  • Von 6 bis 12 Jahren prägen sich die Persönlichkeit des Kindes und seine Wahrnehmung der eigenen Identität immer deutlicher aus. Ihre Vorlieben und ihr Charakter (ob eher introvertiert oder extrovertiert) verlangen nach einer breiteren Farbpalette mit geometrischen Mustern.

  • Von 12 bis 18 Jahren reift das Verhältnis zur Farbe weiter heran. Junge Menschen in diesem Alter nehmen Farbkontraste mit ihrer oftmals stimulierenden Wirkung und harmonische Farbverläufe, die eher entspannend wirken, bewusster wahr.

  • Nach dem 18. Lebensjahr wird die Einstellung zur Farbe und zu Materialien oftmals durch akademische Fachrichtungen beeinflusst, wobei naturwissenschaftlich orientierte Schüler andere Präferenzen zeigen als solche, die sich beispielsweise mit den Geisteswissenschaften beschäftigen.

Farbe als Mittel zur Umgebungsgestaltung
Farben, Muster und Materialien können helfen, Räume zu definieren und ihren Zweck zu verdeutlichen, z.B. durch Stimulation oder Förderung einer bestimmten Lernhaltung.

Usere Empfehlung

  • Nutzen Sie die emotionale Wirkung der Farbe, um die Funktion des betreffenden Raums zu unterstreichen (z. B. als Anreiz zur Geselligkeit oder zur Schaffung von Sicherheit, zur Beruhigung oder zur Förderung der Konzentration).

  • In großen Räumen kann Farbe die räumliche Orientierung erleichtern, Funktionen des Raums unterstreichen und eine einladende Atmosphäre schaffen.

  • Verwenden Sie Farbe, um Bereiche der Aktivität gegen Lernbereiche oder andere Räume abzusetzen.

  • Passen Sie die Farbsättigung an die Lichtintensität an, um Blendeffekte und Ermüdung der Augen zu vermeiden.

Wenn Sie mehr wissen möchten, kontaktieren Sie uns bitte.

Aktualisiert am: 09-10-2019